So hat alles begonnen...
Mitte der achtziger Jahre begannen Robert Willkomm und Theo Welter, alte Bulldogs und Traktoren zu sammeln und zu restaurieren. Mit einem Fendt Dieselroß und einem 16er Lanz Volldiesel fing die Sammelleidenschaft an.
1988 organisierte man das "1. Internationale Treffen für historische Ackerschlepper" in Kreuzweiler, einem kleinen Dorf nahe der luxemburgischen und französischen Grenze im Dreiländereck. Es wurde ein voller Erfolg, und man beschloss, die Veranstaltung alle drei Jahre zu wiederholen.
Inzwischen wurde unter dem Vorsitz von Robert Willkomm der Verein "Lanz Bulldog Freunde Kreuzweiler e.V." gegründet. Man knüpfte viele Kontakte zu deutschen, französischen, belgischen und luxemburgischen Bulldogfreunden.
Die Sammelleidenschaft wurde immer größer, und man konnte so manchen in Vergessenheit geratenen Traktor, der seinen "Dornröschenschlaf" in einem Schuppen oder in einer Scheune hielt, erwerben.
Als Krönung der Sammlung kam 1991 ein 55er Eilbulldog hinzu, der über 40 Jahre lang in einem Schuppen gestanden hatte. Diese ehemalige Zugmaschine der Wehrmacht war einst im Bereich des Orscholzriegels an der Westfront im Einsatz.

Auch seltene Landmaschinen wurden in die Sammlung integriert. Als nun der Platz in den beiden angemieteten Scheunen nicht mehr ausreichte, sah sich Robert Willkomm nach einer großen Blechhalle um, die er auf seinem Grundstück unmittelbar hinter dem Wohnhaus errichten wollte. Theo Welter war von dieser Idee nicht begeistert und schlug vor, die Museumshalle in Blockhausbauweise zu erstellen.

Nachdem man dafür 1994 die Genemigung der Baubehörde bekommen hatte, wurde der Bau der Halle in Angriff genommen.

Die Sammlung ist mittlerweile auf über 40 Bulldogs und Traktoren angewachsen. Fabrikate wie Lanz, Hannomag, Deutz, Fendt und Normag aus den zwanzigern bis in die fünfziger Jahre gehören dazu, wie auch zahlreiche Landmaschinen verschiedenster Art, z.B. Leiterwagen, Dreschmaschinen, Binder, Pflüge, Stiftendrescher, Mähbinder, Stationärmotoren und eine fahrbare Bandsäge.

Das in seiner Bauweise wohl einmalige Blockhausmuseum mit einer Ausstellungsfläche von über 400 m² hat schon viele Besucher in Erstaunen versetzt, da es nach alter Zimmermannskunst vollständig aus Rundholz besteht.Zur Fertigstellung wurden in Eigenleistung über 3000 Arbeitsstunden benötigt.